Bestattungsarten

Je nach persönlichen Vorstellungen und Neigungen werden mittlerweile auf fast jeden Wunsch zugeschnittene Bestattungsarten angeboten. Von der klassischen Erdbestattung bis hin zur extravaganten Weltraumbestattung bieten sich dem Suchenden eine Fülle von Möglichkeiten eine letzte Ruhe zu finden. Einige Aspekte gilt es hier zu berücksichtigen, um die geeignete Bestattungsart zu ermitteln:

  • Soll der Leichnam erdbestattet oder eingeäschert werden?
  • Soll die Grabstätte für Hinterbliebene zugänglich sein oder anonym bleiben?
  • Für welchen Zeitraum soll die Grabstätte erhalten bleiben?
  • Ist eine Grabpflege möglich oder erwünscht?
  • Liegt eine besondere Verbundenheit zum Beispiel zur See oder zur Natur vor?
  • Welche Rolle spielen die Kosten?

Sie sollten in jedem Fall Bestattungswünsche mit Ihren Angehörigen besprechen. Oft sind Angehörige enttäuscht, wenn ohne deren Wissen eine Bestattungsart gewählt wird, die keinen Ort der Trauer in Form einer Grabstätte hinterlässt.

Die hier beschriebenen Bezeichnungen der Bestattungsarten sind zum Teil frei gewählt, die Grenzen sind fließend. Es gibt eine Fülle von weiteren Bezeichnungen und Varianten, die sich oft nur in Details unterscheiden. Bestattungen können so individuell sein wie die Menschen selbst.

Erdbestattung:

Die Erdbestattung ist immer noch die gebräuchlichste Form der Bestattungsarten. Dabei wird der Verstorbene in einem Sarg in einer Grabstelle auf dem Friedhof beigesetzt.

Dabei unterscheidet man zwischen Turnus- (Reihen-) und Familien-(Wahl-)gräbern.

Ein Reihengrab (Einzelgrab) liegt in einem Feld von Reihengräbern und kann nur immer eine Stelle haben. Die Stellen werden der Reihe nach belegt. Die Gräber können gegenüber dem Wahlgrab nicht wiedererworben werden. Nachdem das letzte Grab auf dem Feld abgelaufen ist, wird das Gräberfeld eingeebnet und wiederbelegt.

Wahlgräber (bezeichnet man auch als Gruft bzw. Familiengruft) können ein oder mehrere Stellen haben. An dem Wahlgrab wird durch eine Gebühr ein Nutzungsrecht erworben. Nach Ablauf einer bestimmten Ruhezeit (je nach Friedhof zwischen 25 und 40 Jahren) besteht die Möglichkeit dieses Nutzungsrecht zu verlängern. Auch bei einer Bestattung muss die Ruhezeit eingehalten werden und das Nutzungsrecht dementsprechend nacherworben werden. Bei manchen Friedhöfen kann man auch die Lage und die
Ruhezeit des Grabes mitbestimmen. Oft werden dann höhere Gebühren verlangt.

Bestehen Gestaltungsvorschriften, so müssen sich Grabbepflanzung und Grabmal an diese Vorschriften anpassen.

Feuerbestattung:

Die Feuerbestattung ist die Einäscherung (Verbrennung) des Verstorbenen im Sarg. Sie ist jederzeit möglich, wenn sie der/die Verstorbene zu Lebzeiten gewünscht hat.

Zur Einäscherung sind Bescheinigungen vom Amtsarzt und der Polizei notwendig, welche wir beibringen. Nach der Einäscherung wird die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof organisiert, die Urne der Seebestattungsreederei (Seebestattung) oder einem auswärtigen Friedhof zugestellt. Die Formalitäten hierfür übernehmen wir.

Die Feuerbestattung ist von beiden kirchlichen Konfessionen gleichermaßen anerkannt. Die eigentliche Trauerfeier mit Sarg findet vor der Einäscherung in der Friedhofskapelle statt. Die Urne wird zu einem späteren Zeitpunkt - oftmals im engsten Familienkreis - beigesetzt.

Die Familien und Angehörigen möchten in manchen Fällen diese doppelte seelische Belastung vermeiden. Sie entscheiden sich zwischen Todesfall und Beisetzung nicht selten für eine Urnenbeisetzung, die gleichzeitig als Urnentrauerfeier gestaltet wird. Die Beisetzung kann ab dem 4. Tag nach dem Todestag fast gleich wie eine Beerdigung durchgeführt werden. Es entfällt somit die Verabschiedung (doppelte Belastung).

Die Feuerbestattung erfolgt mit dem Sarg. Hier wird meist im Heimatort eine Verabschiedungsfeier abgehalten. Anschließend überführen wir den/die Verstorbene(n) in das Krematorium. Die Urne wird nach ca. 3 Werktagen von uns abgeholt. Danach kann die Urnenbeisetzung erfolgen.

Die Urne muss nicht zwingend in einem Friedhof beigesetzt werden. Es gibt auch die Möglichkeit, die Urne auf Ansuchen außerhalb des Friedhofes beizusetzen.

Seebestattung:

Eine besondere Form der Urnenbeisetzung ist die Seebestattung. Sie kann zu Lebzeiten verfügt werden, aber auch im Todesfall von den Angehörigen bestimmt werden.

Dafür wird die Asche in einer speziellen Seeurne außerhalb der sogenannten Dreimeilenzone (speziell eingezeichnete Seegebiete in Seekarten) in der Regel über „Rauhem Grund“ nach den seemännischen Bräuchen dem Meer übergeben. Der Kapitän spricht dabei die Trauerrede.

Mit „Rauhem Grund“ sind Gebiete gemeint, in denen nicht gefischt oder Wassersport getrieben wird. Möglichkeiten bestehen hierfür nahezu in jedem Meer, in der Nord- und Ostsee, aber auch im Atlantik oder im Mittelmeer.

Es ist den Angehörigen freigestellt, an dieser Zeremonie teilzunehmen. Nach der Beisetzung erhalten Sie von der Reederei über uns einen Auszug aus dem Schiffstagebuch, sowie einen Seekartenausschnitt mit dem markierten Urnenbeisetzungsort. In Zusammenarbeit mit der Kirche richtet die Deutsche Seebestattungs-Genossenschaft im September eines jeden Jahres Gedenkgottesdienste aus. Dazu sind alle Angehörigen der Verstorbenen eingeladen.



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